Ekrem Arslan

Arbeitet im Zentrum für Migrationsforschung als Forschungs- und Büroassistent

 

Schulbildung

 

Volksschule

Hauptschule

Gymnasium (nicht abgeschlossen)

 

Beruflicher Werdegang, Praktische Erfahrungen

Seit 1980 in verschiedene Firmen als Hilfsarbeiter tätig.

Fa. Glanzstoff
Fa. Grundmann
Fa. Hauer
Fa. Leiner
Fa. Wesely
Fa. Brucha
Fa. G+F

 

Soziale Tätigkeiten - Ehrenamtlich ausgeübte Tätigkeiten (Auswahl)

Vereinsaktivitäten:

1984 - 1985: AFÖ (Ausländerfreundliches Österreich)

1987 - 1988: Projekt St. Pöltner Türkei

1988 - bis heute: Verein für Österreichisch Türkische Freundschaft (derzeit: Obmann)

Zeitungsprojekte:

Wochenzeitung " SonSöz" (Letztes Wort; auf Türkisch): Erscheinungsort St. Pölten

Vereinszeitschrift "Dostluk Postasi" (Freundschafts-Post)

Sonstiges:

1992: Initiator der Veranstaltung „Fest der Begegnung“

2004: Initiator 40 Jahre Gastarbeiter-Ausstellung beim „Fest der Begegnung“ mit Sepp Gruber

2015: „Angeworben! Hiergeblieben! 50 Jahre ‚Gastarbeit‘ in der Region St. Pölten“- Ein Ausstellungsprojekt zur Arbeitsmigration in St. Pölten

Februar 2016: Teilnahme als Multiplikator beim Projekt „Her Kommen | Da Sein | Weg Gehen - Ein Digital-Storytelling-Projekt über das Zu- und Wegziehen im Globalen Mostviertel“

Seit September 2017: Forschungsassistent für das Teilprojekt „Weiterwandern oder Bleiben? Migrantische Lebensstrategien und Aneignungspraktiken“ http://first-research.ac.at/wp-content/uploads/2016/09/Unterwurzacher-Arslan.pdf (Stand März 2017)

Kontakt:

Zentrum für Migrationsforschung
Kulturbezirk 4
A-3109 St. Pölten
 

Tel: 0699/10832659

ekrem.arslan@migrationsforschung.at

 

 

 

Geschichte der "Feste der Begegnung" in St. Pölten

 

Die Betriebsseelsorge Traisental, der Jugendtreff Little Phönix, Südwind NÖ u. v. andere Gruppen organisieren seit 22 Jahren die Veranstaltung „Fest der Begegnung“, um Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Herkunft in St. Pölten zu fördern und somit zu einem besseren Verständnis und dem Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen und Religionen beizutragen.

Die „Feste der Begegnung“ in St. Pölten blicken auf eine ereignisreiche Entwicklungsgeschichte zurück. Die sogenannten „Gastarbeiter“ der 1. sowie 2. Generation lebten in St. Pölten lange isoliert im gettoisierten „Glanzstoffviertel“ und sowohl am Arbeitsplatz, als auch in der Freizeit gab es kaum Begegnungs- bzw. Austauschmöglichkeiten.

Daher initiierten 1992 junge Männer vom österr.-türk. Freundschaftsverein gemeinsam mit der Betriebsseelsorge, Südwind Entwicklungspolitik, Amnesty International und der Katholischen Arbeiter/Innenjugend gemeinsame Grillfeste mit Musik und Diskussionen, um den gemeinsamen Dialog zu fördern.

Im Zuge der Beteiligung weiterer Vereine (u.a. Caritas, Emmaus Gemeinschaft) sowie einem pakistanischen Aktivisten und einigen Asylwerbern entwickelten sich die gemeinsamen „MulitKulti-Feste“ ab 1995 schließlich zum „Fest der Begegnung“. Anfangs wurden diese jährlich stattfindenden Veranstaltungen noch an wechselnden Orten abgehalten, verbanden aber schon damals multikulturellen Austausch in Form von Musik- und Tanzperformances, kulinarischen Angeboten und Sportaktivitäten mit Diskussionen, später auch Film- und Buchpräsentationen, zum Thema Integration.

Wie kam es zu der Idee?

Im Rahmen des sog. 'Projektes Boot' von 1. bis 3. Mai 1992 am Rathausplatz, das der Südwind NÖ -West zusammen mit der KAJ, AI-Gruppe 79 und der Betriebsseelsorge organisiert hatte und das auf mehrere soziale Probleme aufmerksam machen wollte: das weltweite Elend durch unser ungerechtes Wirtschaftssystem (weshalb wir Slumhütten aufbauten), die Obdachlosigkeit auch im reichen Europa und die wachsende AusländerInnenfeindlichkeit in Österreich (Stichwort FPÖ-Volksbegehren 'Österreich zuerst') sowie die schlechte Behandlung der Asylwerber/Innen, meldeten sich Ekrem Arslan und Yildirim Kazim, zwei junge türkischstämmige Männer, deren Väter zu den ersten Gastarbeitern in der Fa. Glanzstoff in St. Pölten zählten, bei Sepp Gruber (und den anderen Veranstaltern) und äußerten ihren Wunsch nach vermehrten Kontakten mit aufgeschlossenen ÖsterreicherInnen und nach gemeinsamen Veranstaltungen. Denn damals herrschte noch eine fast undurchdringliche, unsichtbare Mauer zwischen der Stadt und dem ‚Gastarbeiterghetto' im ‚Glanzstoffviertel'.

So organisierte der 'österreichisch-türkische Freundschaftsverein', in dem beide aktiv waren, gemeinsam mit der KAJ, Südwind, AI und der Betriebsseelsorge das erste 'Multikultifest' im Pfarrgarten in Viehofen im Sommer 1992. Beim Fest 1993 kamen auch der alevitischen Kulturgemeinschaft, Hr. Akhter Baig (späteres Austro-Asiatisches Forum) und die Caritas Flüchtlingshilfe u. a. dazu und es gab schon ein organisiertes Musikprogramm, einen Info Bus 'Miteinander leben' aus Wien und ein Zelt der ‚Sahauris' aus Wien.

 

Quelle: http://festderbegegnung.dsp.at/content/geschichte (Stand März 2017)