Aufnahme und Abschub

Die Sudetendeutschen in Niederösterreich zwischen Hoffen auf eine neue Heimat und Bangen vor dem Abschub nach Deutschland

  • Wann 06.03.2018 von 17:00 bis 19:00 (Europe/Vienna / UTC100)
  • Wo Lesesaal der Niederösterreichischen Landesbibliothek
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Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden etwa 250.000 Deutsche aus der Tschechoslowakei in das besetzte Österreich vertrieben. Von diesen gelangten etwa 100.000 nach Niederösterreich, in der Mehrzahl Menschen aus den grenznahen Regionen Südmähren und Südböhmen. Nur 16.000 Betroffene durften dort auch bleiben, alle anderen wurden nach Deutschland abge-schoben.
Wer stand hinter dieser mangelnden „Willkommenskultur“? Wer waren die Akteure der österreichischen Politik, der Verwaltung und der Besatzungs-mächte? Wie agierten sie in dieser Sache? Und warum?
Der Vortrag versucht Antworten auf diese Fragen zu geben. Gleichzeitig setzt der Abend einen Schlusspunkt hinter das Pilotprojekt des Zentrums für Migrationsforschung (ZMF) zur „Integration der deutschsprachigen Vertriebenen aus der Tschechoslowakei“, das 2013–2018 in enger Koope-ration mit dem NÖ Landesarchiv durchgeführt wurde.

 

Begrüßung

wHR Dr. Anton Eggendorfer
Direktor des NÖ Landesarchivs i.R.
Präsident des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich

 

Einführung

Dr. Rita Garstenauer
Geschäftsführerin des Zentrums für Migrationsforschung

 

Vortrag

Mag. Niklas Perzi, MAS

 

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zu einer Kuratorenführung durch
die Ausstellung „Langsam ist es besser geworden. Vertriebene erzählen vom
Wegmüssen, Ankommen und Dableiben“ im Ausstellungsraum der NÖ
Landesbibliothek. Die Ausstellung ist noch bis 9. März 2018 zu den
Öffnungszeiten der Bibliothek zu besichtigen.

Im Anschluss lädt der Verein für Landeskunde
von Niederösterreich zum Imbiss.