Geschichte(n) mal anders

 

Geschichte(n) mal anders

Südrand, die Mobile Jugendarbeit Traisen, hat Jugendliche und junge Erwachsene zu zwei Workshops „Geschichte(n) erzählen“ in die Anlaufstelle in der Mariazellerstraße eingeladen. Die TeilnehmerInnen tauschten eigene Geschichten und im Familiennarrativ verankerte Erinnerungen aus und lernten die Geschichte bzw. Biographie einer von den Nazis aus Traisen vertriebenen Familie kennen. Sie setzten sich mit der persönlichen Biographie auseinander und gemeinsam wurde nach Antworten gesucht, wie verborgene Geschichten im eigenen Ort sichtbar werden können. Die Workshops wurden vom Zentrum für Migrationsforschung initiiert und haben im Rahmen des Projektes GEBIKOV (Gegenwartskompetenz im Blick auf individuelle und kollektive Vergangenheit, mehr dazu unter www.migrationsforschung.at ) stattgefunden.

Im Projekt geht es darum, mit Methoden der geschichtsorientierten Biografiearbeit Antisemitismus und Muslimenfeindlichkeit vorzubeugen und Konfliktpotenzial abzubauen. Ziel des Projektes ist es, für eine respektvolle Auseinandersetzung mit der Geschichte zwischen MigrantInnen und langansässigen ÖsterreicherInnen ein Forum zu schaffen und zu verstärken und damit die Reflexionsfähigkeit und Offenheit für unterschiedliche Geschichtsnarrative zu unterstützen. Das Projekt Gebikov wird unter anderem von der Leaderregion Mostviertel Mitte mitfinanziert.

Bild v.l.n.r.:

Gertrude Eigelsreiter-Jashari (Zentrum für Migrationsforschung), Barbara Rieder (Südrand), Halil Badem, die Workshopleiter Alex Schacht (erinnern.at) und Wolfgang Gasser (Institut für jüdische Geschichte Österreichs)