Her Kommen | Da Sein | Weg Gehen

Ein Digital-Storytelling-Projekt über das Zu- und Wegziehen im globalen Mostviertel beim Viertelfestival Mostviertel 2016

Sechs Menschen, die im Mostviertel angekommen sind oder das Mostviertel hinter sich gelassen haben, spenden ihre Geschichte, gestalten ihre Geschichte als digitales Dokument. Sie setzen damit ein öffentliches und kollektives Gespräch in Gang: Über Lebensverläufe, über Migration, über die Anziehungskraft von Orten, aber auch über Notwendigkeiten, Orte hinter sich zu lassen.

Schwarz-Weiß Foto auf einer Computertastatur. Das Bild zeigt eine Abschiedsszene auf einem Bahnsteig. Drei Frauen Arm in Arm, die Mittlere reist ab.

Das Projekt wendet Digital Storytelling an: Dabei erarbeiten ZeitzeugInnen pointierte Geschichten, die zuerst im  Erzählkreis entwickelt werden. Anschließend werden sie in kleinen Teams mit Hilfe von medientechnisch bewanderten UnterstützerInnen medial verarbeitet. Die ErzählerInnen behalten dabei immer die AutorInnenschaft, sie haben die letzte Entscheidung darüber, was erzählt und gezeigt wird.

Die Arbeit an der Geschichte ist ein wichtiger Teil des Ergebnisses: Ein Diskurs wird angestoßen, der über das Projekt hinaus weitergeht. Die gemeinsame Erarbeitung der Präsentation entwickelt lebensgeschichtliches Erzählen im Bereich der digitalen Medien weiter. Das gemeinsame Gespräch wird schließlich im Rahmen einer Serie von  Projektionen in den öffentlichen Raum getragen. Parallel werden die Lebensgeschichten auf verschiedenen Social-Media-Plattformen als digitale Ausstellung im Web 2.0  gezeigt.

Das Projekt bringt eine Reihe von institutionellen Akteuren zusammen, die über unterschiedliche Kompetenzen und Interessen im Hinblick auf öffentliche Erinnerungskultur, Autobiografie und Migration haben. Der gemeinsame Nenner ist ein Ansatz, Wissensproduktion und –vermittlung in einem Dialog zwischen Zivilgesellschaft und ExpertInnen auf Augenhöhe zu verankern, als öffentlicher Diskurs und kulturelle Produktion.

 

KooperationspartnerInnen:

  • Zentrum für Migrationsforschung (St. Pölten)
  • Kulturverein La Musique Et Sun (St. Pölten)
  • Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen, Universität Wien
  • Integrationsservice der NÖ Landesakademie (St. Pölten)
  • FH St. Pölten
  • Stabsstelle Digital Memory Studies, Donauuniversität Krems

 

Eröffnungsprojektion: 15. Juni 2016, ab 18:30 h, beim NÖ Landesarchiv, Kulturbezirk 4

Biografisches Gespräch, wissenschaftliche Reflexion und künstlerische Produktion!
Die audiovisuelle Projektion der Migrationsgeschichten beginnt mit Einbruch der Dämmerung.
 
Eine (auto)biografische s Sommerfest mit vielfältigen Austauschmöglichkeiten zwischen Hiesigen, Zugezogenen, Zurückgekommen, Abreisebereiten – kurz, Menschen, die Interesse an bewegten Lebensgeschichten haben!
 
 
Weitere Projektionsorte sind in Planung.

 

Projektstruktur und Ablauf

 

Gesprächskreis und Workshop Her Kommen / Da Sein / Weg Gehen

Gesprächskreisleitung: Gert Dressel, Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen
Beratung bei der Ausarbeitung: Rosa von Suess, Leiterin der Forschungsgruppe Media Creation, FH St. Pölten; Team: Jennifer Biechele, Georg Kuntner, Harald Prochaska
 
Ort: NÖ Landesbibliothek
 

Im ersten Teil des Workshops Digital Storytelling erarbeiten die ZeitzeugInnen Ihre Geschichten vom Weggehen und Zuziehen aus dem und ins Mostviertel. Im zweiten Teil des Workshops finden sich Teams aus einem Zeitzeugen / einer Zeitzeugin sowie zwei bis drei Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren zusammen, die gemeinsam die digitale Erzählung gestalten. Die Expertin / der Experte, die/der die medientechnische Einschulung gegeben hat, bietet in diesem Teil Beratung für die Endausarbeitung an.

 
 
 
 
 
 

MultiplikatorInnen-Workshop: Digital Storytelling Know How verbreiten

Workshop-Leitung: Rosa von Suess, Leiterin der Forschungsgruppe Media Creation, FH St. Pölten
Team: Jennifer Biechele, Georg Kuntner, Harald Prochaska
 
Das Team der Forschungsgruppe Media Creation erarbeitet gemeinsam mit den Zeitzeugen Formen der Erzählung ihrer Migrationsgeschichte auf Basis jener Inhalte, die die Zeitzeugen im von Gerd Dressl geleiteten Erzählkreis  aufgenommen werden.
Das Konzept zur Darstellung einzelner Migrationsgeschichten der beteiligten Zeitzeugen folgt hierbei den Muster der Digital Storytellings, d. h. die Gestaltung folgt ausnahmslos den Rhythmus der von den Zeitzeugen erzählten Zeit. Um den Wissenstransfer an die beteiligten Projektpartner gewährleisten zu können, sind einzelne Personen, die in weiterer Folge selbständig mit den ZeitzeugInnen weitere digitalen Erzählungen erarbeiten, bei dem Prozess dabei und können integrierte Medienkompetenz (sowohl mediengestalterische als auch medientechnische und im Umgang mit den Zeitzeugen als Autoren) erlangen.
Beim Digital Storytelling ist die Umsetzung  niederschwellig, d.h. die technische Ausstattung soll sich auf leicht verfügbare (zumeist von den MuliplikatorInnen mitgebrachte) Geräte wie Digitalkamera / Videorecorder, Smartphones, PCs und Laptops, frei verfügbare Software etc. beschränken. Dadurch kann das gelernte Know-How von den eingeschulten Personen über das Projekt hinaus leicht in deren Arbeitszusammenhang eingebracht, dort angewendet und weitergegeben werden („MultiplikatorInnen“).
 
Die sogenannten MultiplikatorInnen kommen zum Teil von den Projektpartnern und werden zum anderen Teil aus anderen lokalen Vereinen und Institutionen zur Teilnahme eingeladen.

 

Öffentliche Präsentation

Projektions- bzw. Ausstellungsgestaltung: LAMES (Andreas Fränzl)
Ausstellungspräsentation und Vermittlung: Lisa Kolb-Mzalouet, Integrationsservice der NÖ Landesakademie
 
Die digitalen Erzählungen vom Weggehen und Zuziehen werden in einer öffentlichen Präsentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und mit gezielten Vermittlungsaktionen zur Diskussion gestellt. Parallel werden die Dokumente in einer Internet-Ausstellung im Web 2.0 gezeigt. Die Ausstellung dokumentiert die Arbeit über das Viertelfestival hinaus.

 

Wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation

Durchführung: Edith Blaschitz, Stabsstelle Digital Memory Studies, DUK
 

Die wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation des Projekts ermöglicht die Reflexion der gemeinsamen Arbeit am kollektiven Gedächtnis und eine Evaluierung des Projektergebnisses. Das Ziel  des Projektes ist, mit einer neuen medialen Strategie dem öffentlichen Erinnerungsdiskurs über Migration im Mostviertel einen Impuls zu geben. Die Wissenschaftliche Dokumentation bietet die Grundlage dafür, gute Praxis auszuweisen, bestehende Limits zu benennen und zu verstehen.

 

 
 
 
 
 
 
 

 

KooperationspartnerInnen

 

 

 

Zentrum für Migrationsforschung

  • Kompetenzen: Interdisziplinäre, akteurszentrierte Migrationsforschung
  • Aufgabenbereich: Projektmanagement, MultiplikatorInnen, wissenschaftliche Begleitung
  • Ansprechspartnerinnen: Rita Garstenauer, Anne Unterwurzacher
  • www.migrationsforschung.at

 

Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen

 

FH St. Pölten

 

Integrationsservice der NÖ Landesakademie

  • Kompetenzen: Beratung und Vernetzung von BürgerInnen, Politik, Verwaltung, Gemeinden sowie Vereinen in integrationsrelevanten Fragen
  • Aufgabenbereich: MultiplikatorInnen,  Öffentliche Präsentation und Vermittlung der Ausstellung
  • Ansprechpartnerin: Lisa Kolb-Mzalouet
  • http://integrationsservice.noe-lak.at/

 

Stabsstelle Digital Memory Studies, Donauuniversität Krems

 

Kulturverein La Musique Et Sun, St. Pölten

  • Kompetenzen: Interdisziplinäre Kunst, Kultur und Wissensvermittlung
  • Aufgabenbereich: Ausstellungsgestaltung
  • Ansprechpartner: Andreas Fränzl
  • http://www.lames.at/news/

 

Verein Freiluft und Kultur, St. Pölten

 

Wir danken unseren PartnerInnen und SponsorInnen!

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