Migration findet Stadt II

Mit Christoph Lind auf den Spuren des jüdischen St. Pölten

Das jüdische St. Pölten entstand nach 1848 durch Zuwanderung von Juden vor allem aus Böhmen und Mähren. Ein erstes Bethaus wurde bereits in den 1850er Jahren eingerichtet, 1913 der bis heute erhaltene Prachtbau eingeweiht. St. Pölten war das Zentrum des jüdischen Lebens zwischen Wien und den Voralpen. 1938 lebten in der Stadt rund 400 Juden. Wer nach dem „Anschluss“ die Flucht nicht schaffte, wurde von den Nazis ermordet.  Nach 1945 kehrten nur mehr einige wenige nach St. Pölten zurück. Gemeinsam mit Christoph Lind vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST) begeben wir uns auf eine Spurensuche zu den Orten der einst blühenden jüdischen Gemeinde.